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Ich sage nichts

Der japanische Anwalt des in den Libanon geflohenen früheren Automanagers Carlos Ghosn hat der Staatsanwaltschaft in Tokio den Zugriff auf einen Computer verwehrt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, wollte die Staatsanwaltschaft im Büro von Ghosns Anwalt Junichiro Hironaka einen Computer beschlagnahmen, den Ghosn dort genutzt hatte. Doch der Verteidiger habe von seinem Recht auf Verschwiegenheit Gebrauch gemacht und den Ermittlern das Betreten seines Büros untersagt.

Der frühere Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi hatte in Japan unter Anklage gestanden, war aber gegen Kaution auf freiem Fuß, als er Ende Dezember die Flucht ergriff. Die Aussicht, dass er nach Japan zurückkehrt, gilt als gering, da der Libanon mit Japan kein Auslieferungsabkommen hat.

Ghosns japanischen Verteidiger kritisierten die internen Ermittlungen des Autokonzerns Nissan gegen den früheren Chef scharf. Sie seien einzig mit der Absicht veranlasst worden, um Ghosn zu Fall zu bringen und ihn daran zu hindern, Nissan enger mit Renault zu verzahnen. Ghosn wird unter anderem beschuldigt, jahrelang Einkommen viel zu niedrig angegeben zu haben. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben.

Ghosn hat die Vorwürfe stets abgestritten.